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Konferenz der Informatikfachschaften und Konferenz der Mathematikfachschaften fordern mehr Digitale Souveränität an Hochschulen

Der GI-Präsidiumsarbeitskreis "Digitale Souveränität" begrüßt die Resolution der Konferenz der Informatik-Fachschaften und der Konferenz der Mathematik-Fachschaften, die am 22. Juni 2025 in Passau einstimmig beschlossen wurde. Die Resolution fordert deutsche Hochschulen und Studierendenschaften dazu auf, den Einsatz US-amerikanischer Cloud-Dienste konsequent zu beenden und stattdessen auf selbstbestimmte, europäische Alternativen zu setzen.

Die GI sieht in dieser Resolution ein wichtiges Signal für die digitale Selbstbestimmung im Bildungsbereich. Der Präsidiumsarbeitskreis "Digitale Souveränität" der GI unterstützt die Forderung nach dem Umstieg auf datenschutzkonforme und rechtlich unabhängige Infrastrukturen.

“Wir dürfen nicht zulassen, dass Wissenschaft und Bildung von der Willkür fremder Rechtsräume und politischer Ideologien abhängig bleiben”, betont Marlena Müller, Vertreterin der KIF im GI-Präsidium. “Digitale Souveränität ist kein Luxus, sondern Grundbedingung für freie Wissenschaft, sichere Lehre und demokratische Selbstverwaltung.”

Die Resolution verweist unter anderem auf die rechtlichen Unsicherheiten infolge des US CLOUD Act und die wiederholte Unwirksamkeitserklärung transatlantischer Datenschutzabkommen durch den Europäischen Gerichtshof. Auch die jüngsten politischen Entwicklungen in den USA zeigen, dass Bildungsinstitutionen vor ideologisch motivierten Eingriffen in Wissenschaft und Kommunikation geschützt werden müssen.

Die GI ruft Entscheidungsträgerinnen und -träger an Hochschulen und in der Politik dazu auf, die Mahnung der Studierenden ernst zu nehmen.

Der Volltext der Resolution ist auf der Webseite der KIF veröffentlicht.