#DUD gemacht: Vom Reden zum Handeln "Gewinne deine digitale Souveränität zurück!" - Bericht vom 1. Digital Independence Day (DID)
Am Sonntag, dem 4. Januar 2026, fand von 11:00 bis 12:30 Uhr das erste bundesweite Online-Forum zum von Bestsellerautor Marc-Uwe Kling Ende 2025 ausgerufenen Digital Independence Day (DID) statt, moderiert von Prof. Dr. Harald Wehnes als Mitinitiator dieser Initiative. Am gleichen Tag fanden darüber hinaus über 60 lokale, vorrangig vom Chaos Computer Club organisierte DID-Veranstaltungen statt. Die Veranstaltung diente als Treffpunkt für alle, die den Schritt zu mehr digitaler Souveränität wagen wollen. Souveräne, datenschutzfreundliche Alternativen zu Monopolprodukten von Big-Tech sollen bekannt und der Wechsel gemeinsam gestaltet werden. Die rege Beteiligung und der intensive Austausch machten den Event zu einem vollen Erfolg.
Der nächstes DID findet am Sonntag, dem 1. Februar 2026, Beginn: 11:00 Uhr, statt: pak-digs.gi.de/veranstaltung/2-digital-independence-day-did-sei-dabei-und-gewinne-deine-digitale-souveraenitaet-zurueck
1. Teilnehmer:innen und Atmosphäre
Das Forum zog eine hoch engagierte Gruppe an, darunter Personen aus Bildung, Verwaltung, Presse, Politik und viele interessierte Privatpersonen sowie Mitglieder der Open Search Foundation (OSF) und der Gesellschaft für Informatik (GI). Die Atmosphäre war von einem konstruktiven Gemeinschaftsgefühl und dem starken Wunsch nach praktischem Handeln geprägt.
2. Zentrale Diskussionspunkte und Erkenntnisse
- Die Macht der Netzwerke: Als größte Hürde für einen Wechsel wurde der soziale und berufliche Gruppenzwang identifiziert (z.B. bei WhatsApp, Microsoft 365, LinkedIn). Die Erkenntnis: Veränderung braucht gemeinsames „Umtopfen“ von Communities.
- Baustellen der Teilnehmer:innen: In einer Bestandsaufnahme wurden insbesondere genannt:
- Amazon (Shopping, AWS-Cloud)
- Google/Android (Suche, Maps, Smartphone-OS)
- Microsoft (Windows, M365, beruflich vorgegeben)
- Messenger-Dienste wie WhatsApp
- Apple-Ökosystem.
- Praktische Lösungen und Empfehlungen: Es entstand ein lebendiger Ideenaustausch zu Alternativen, darunter:
- Suche: Ecosia, MetaGer, DuckDuckGo, Startpage, Kagi
- Smartphone/OS: GrapheneOS, Fairphone
- Soziale Netzwerke: Mastodon, Friendica, Pixelfed (für Instagram).
- M365 Alternativen und Cloud Infrastruktur: Nextcloud, Open Cloud, Libre Office, Collabora, openDesk, openTalk, SoftMaker; europäische Hosting-Anbieter wie StackIT, Hetzner, Stratos und OVHcloud.
- Weitere Themen
- Wero als Paypal-Alternative
Konkrete Erfolge und nächste Schritte
- Sofortige Erfolge:
- Ein Teilnehmer berichtete, noch in der Nacht vor dem Forum von Windows auf Linux Mint gewechselt zu sein – ein inspirierendes Beispiel für sofortige Umsetzung.
- Eine Teilnehmerin löschte ihr Facebook-Konto zum DID-Auftakt.
- Vernetzung: Es wurden Kontaktdaten getauscht, um den Austausch fortzusetzen.
- Ausblick: Der nächste Digital Independence Day findet am Sonntag, dem 1. Februar 2026 statt: https://pak-digs.gi.de/veranstaltung/2-digital-independence-day-did-sei-dabei-und-gewinne-deine-digitale-souveraenitaet-zurueck
4. Externe Wahrnehmung & Presse
Die Bedeutung der Initiative wurde durch die Anwesenheit eines Journalisten unterstrichen. In einem Blog-Beitrag hat Andrea Herrmann über den DID berichtet: „Kick-off zum Digital Independence Day (DID)“: https://herrmann-ehrlich.over-blog.com/2026/01/kick-off-zum-digital-independence-day-did.html. Fazit: Die Veranstaltung war der gelungene Auftakt für eine Bewegung, die digitale Selbstbestimmung als gemeinschaftliche Aufgabe begreift.

